„Ne echtere Düsseldorfer jött et nit“, behauptete Hans Seyppel von sich selbst. Er wurde 1909 im Eckhaus Grafenberger Allee/Geibelstraße geboren und zog kurze Zeit später mit den Eltern zur Von-Gahlen-Straße in Gerresheim. Die Seyppels waren eine seit 1804 in Düsseldorf ansässige Familie von Beamten und Künstlern. Sowohl über seinen Großvater Carl Maria Seyppel wie über seinen Onkel, der wie er den Vornamen Hans trug, finden sich Seiten in der Wikipedia.
Beruflich praktizierte er ab 1933 als Zahnarzt, seit 1935 befand sich die Praxis in seinem Elternhaus in der Von-Gahlen-Straße. Er war aber auch Mitbegründer der DEG und der erste Torwart des Eishockeyclubs. 1938 wurde er mit dem Verein Deutscher Vizemeister. Und er interessierte sich für die Vergangenheit und für seine Mitmenschen. Den Band „Türelüre Pitterke“ mit Geschichten und Gedichten von Gerresheim und seinen Originalen gab er im Selbstverlag 1970 heraus. Später folgten noch zwei Bände mit Geschichten über Düsseldorfer Originale.
Natürlich war er 1950 auch Gründungsmitglied des Bürger- und Heimatvereins Gerresheim. 1990 wurde er zu dessen Ehrenmitglied ernannt. Damals hatte er bereits einen schweren Schlaganfall erlitten, an deren Folgen er 1991 starb.
In der Ausgabe 2026 unserer Zeitschrift „Rund um den Quadenhof“ haben wir drei Geschichten aus dem Band „Türelüre Pitterke“ abgedruckt.

